Newsletter 02/2015 – 14.10.2015

Newsletter 02/2015 – 14.10.2015

am 14. Oktober 2015 in Newsletter | 0 comments

Liebe Mitglieder und Freunde des Adipositas-Netzwerkes SAAR e. V.,

als wir vor 10 Jahren das Adipositas-Netzwerk Saar e.V. 2005 gründeten, hatten Gesundheitsexperten bereits eine Vielzahl von Studien durchgeführt, ambulante und stationäre Therapiekonzepte standen zur Verfügung und die Politik war offen für entsprechende Präventionskampagnen. Die Voraussetzungen für eine Verbesserung von Verhaltens- und Verhältnisprävention und für eine erfolgreiche Netzwerkarbeit schienen also gegeben.

Heute erscheint die Situation jedoch keineswegs einfacher, die Diskussion wurde nicht leichter, sondern deutlich komplexer. Eine einfache Herleitung der Ursachenbeschreibung ist unzulänglich, mittlerweile wurden ca. 52 Bedingungsfaktoren für die Entstehung von Adipositas beschrieben. Eine tiefere Betrachtung ist also auf individueller als auch auf gesellschaftlicher Ebene erforderlich. Gleichzeitig muss der Aspekt einer möglichen Stigmatisierung Betroffener mehr Beachtung und Eingang in Präventionskampagnen finden. In der öffentlichen Diskussion vermischen sich präventive Empfehlungen im Sinne einer allgemeinen Gesundheitsförderung mit Therapieansätzen bei manifester Adipositas. Diese mangelnde Trennschärfe führt weiterhin zu Missverständnissen.
Als wir vor 10 Jahren das Adipositas-Netzwerk Saar e.V. 2005 gründeten, hatten Gesundheitsexperten bereits eine Vielzahl von Studien durchgeführt, ambulante und stationäre Therapiekonzepte standen zur Verfügung und die Politik war offen für entsprechende Präventionskampagnen. Die Voraussetzungen für eine Verbesserung von Verhaltens- und Verhältnisprävention und für eine erfolgreiche Netzwerkarbeit schienen also gegeben.

Heute erscheint die Situation jedoch keineswegs einfacher, die Diskussion wurde nicht leichter, sondern deutlich komplexer. Eine einfache Herleitung der Ursachenbeschreibung ist unzulänglich, mittlerweile wurden ca. 52 Bedingungsfaktoren für die Entstehung von Adipositas beschrieben. Eine tiefere Betrachtung ist also auf individueller als auch auf gesellschaftlicher Ebene erforderlich. Gleichzeitig muss der Aspekt einer möglichen Stigmatisierung Betroffener mehr Beachtung und Eingang in Präventionskampagnen finden. In der öffentlichen Diskussion vermischen sich präventive Empfehlungen im Sinne einer allgemeinen Gesundheitsförderung mit Therapieansätzen bei manifester Adipositas. Diese mangelnde Trennschärfe führt weiterhin zu Missverständnissen.

Unser Dank

Dabei möchte ich denen danken, die diesen Weg ermöglicht haben. Ganz am Anfang steht hier für mich der ehemalige Vorsitzende der Kinder- und Jugendärzte im Saarland, Herr Dr.med. Wolfgang Wahlen, der die Dringlichkeit der Problematik erkannt und mit Kollegen die Therapieangebote hier im Saarland auf den Weg gebracht hat. Ohne sein Denken und Tun würde es, so glaube ich, dieses Netzwerk nicht geben.

Mein Dank gilt auch unserem Vorstand, vor allem unserem langjährigen 2. Vorsitzenden Georg Wydra, der als Universitätsprofessor dem Netzwerk nach außen Gewicht verschaffen konnte und unseren Vorstandmitgliedern Marina Schulz, Gerda Reinert, Monika Schrohe- Neuland, , Eva Schwerdtfeger, Sigrid Thome-Granz, Claudia Ruppert, Ute Becker, Lucia Deluiz-Ecker. Die gemeinsame Arbeit hat immer Freude gemacht.

Danken möchte ich hier aber auch wichtigen Partner, der Landesarbeitsgemeinschaft Gesundheitsförderung im Saarland LAGS, dem Landesinstitut für Präventives Handeln LPH, dem Christlichen Jugenddorfwerk CJD Homburg/Saar gGmgH sowie den Ministerien, die unsere Arbeit stets wohlwollend begleitet und aktiv unterstützt haben.

Ein Rückblick

Vernetzung ist ein wichtiges Instrument um Kooperationen im Gesundheitssektor zu ermöglichen und Ressourcen zu bündeln. Die Adipositasprävention- und therapie als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstanden, erfordern diese Vernetzung sowohl innerhalb der verschiedenen Fachdisziplinen als auch mit Vertretern aus Politik und Gesellschaft. Entstehung und Vereinsgründung
Zu diesem Zeitpunkt war die Thematik Übergewicht und Adipositas sowohl in der öffentlichen und gesundheitspolitischen Diskussion als auch in der medizinischen Fachdiskussion angekommen, die Relevanz für einen Handlungsauftrag war klar erkennbar: Nur unter Einbezug des gesamten Lebensumfeldes der Menschen, im Sinne sozialer Kontextfaktoren, insbesondere der Familie und des kommunalen Umfeldes sind nachhaltige Erfolge einer Prävention und Therapie überhaupt zu erwarten.
Präventionskonzepte oder ambulante Therapiemaßnahmen gab es zum damaligen Zeitpunkt im Saarland nur vereinzelt und diese ohne erkennbare Vernetzung. Auf Initiative einer Gruppe bereits in der Adipositastherapie tätigen Personen wurde unser Netzwerk unter der Schirmherrschaft des Ministeriums für Gesundheit, Soziales, Frauen und Familie 2005 gegründet.

Ziele und Arbeitsinhalte

Vorrangig erschien uns zunächst die Koordinierung bereits bestehender Angebote sowie die Förderung des interdisziplinären Austauschs, damit verbunden die Verständigung auf Qualitätsstandards sowie die Informationsweitergabe an Betroffene wichtig.
Unser Vorstand arbeitet seither ehrenamtlich, durch die interdisziplinäre Zusammensetzung (Medizin, Ernährung, Psychologie, Bewegung, Umwelt) wurde die Ausrichtung auf die verschiedenen Aspekte der Adipositasprävention und-therapie umsetzbar.
Mit den Jahren schlossen sich unterschiedliche Mitglieder und Netzwerkpartner unserer Arbeit an und ermöglichten damit Synergien und Weiterentwicklungen.

Die saarlandweite Erhebung bereits bestehender Angebote, deren regionale Zuordnung und die Darstellung auf unserer Homepage www.adipositas-saarland.de waren ein erster und arbeitsreicher Schritt. Diesen ergänzten wir mit einem turnusmäßigen Newsletter auf unserer Homepage mit Informationen zu aktuellen Forschungsergebnissen und Fortbildungsveranstaltungen.

Das Kernstück unserer Arbeit wurden in den folgenden Jahren vor allem die themenbezogenen Fortbildungsveranstaltungen, womit wir unterschiedliche Multiplikatoren erreichen konnten. Die Initiierung und Mitwirkung in Arbeitskreisen und Projekten sowie die Öffentlichkeitarbeit durch Aktionstage, Presse- und Fachartikel, sowie der Aufbau qualitätsgesicherter Angebote betrieben bzw. unterstützten wir aktiv.

Fortbildungen: Wissen – Werte -Wege

Das Saarpfälzische Adipositasforum mit jährlich 1 – 2 Veranstaltungen zu adipositasspezifischen Schwerpunktthemen (Spiel und Sport bei adipösen Kindern, Adipositas bei Menschen mit Migrationshintergrund und sozialer Benachteiligung, Adipositas bei Menschen mit Behinderung, aber auch Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung) war stets er erste Schritt im Sinne der Wissensvermittlung aus interdisziplinärer Perspektive um danach angepasste, maßvolle Interventionen mit interessierten Gruppen zu entwickeln.

Weitere Vorträge fanden aber auch auf Gesundheitstagen, Pflegekongressen, Sportlehrerkongressen, in Selbsthilfegruppen, Rehabilitationsfachtagungen und Fortbildungen der Ärztekammer statt.

Arbeitskreise und Projekte

Auf Initiative des Adipositas-Netzwerkes wurde der von der saarländischen Ärztekammer zertifizierte Qualitätszirkel Adipositastherapie etabliert.

Mit Unterstützung des Adipositas-Netzwerkes gründete sich die landkreisbezogene Initiative „ Saarpfalz mit peb- ein Landkreis macht sich fit“ (Plattform Ernährung und Bewegung e.V.), eine Initiative zur Prävention von Übergewicht und Adipositas in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt des Saarpfalz-Kreises, deren Arbeitsgruppen seit 5 Jahren erfolgreich nachhaltige Projekte mit unterschiedlichen Trägern entwickelt haben.

Öffentlichkeitsarbeit

Öffentlichkeitsarbeit fand statt durch gemeinsame Aktionen mit dem Ministerium für Gesundheit, Soziales, Frauen und Familie zum europäischen Adipositastag, aber auch durch Presseartikel und Stellungnahmen. Im Kinder- und Jugendbereich gibt es mittlerweile 3 qualitätsgesicherte ambulante Therapiekonzepte im Saarland: DRK Moby Dick an mehreren Standorten, Fit Kids in Homburg/Saar, Obeldicks am Sozialpädiatrischen Zentrum der Kinderklinik Neunkirchen / Kohlhof. Eine Verbesserung der Akzeptanz bei den Kostenträgern ließ sich durch die engagierte Arbeit teilweise erreichen.

Die Adipositasprävention erfolgt verstärkt in Zusammenarbeit mit den Gesundheitsämtern: Beispiele hierfür sind Saarpfalz mit peb mit beispielgebenden nachhaltigen Projekten, der Landkreis Neunkirchen mit einer Beratungs- und Vernetzungsstelle für übergewichtige Kinder.

Eine Resolution für den Sportunterricht mit adipösen Kindern wurde gemeinsam mit Kinder- und Jugendärzten, Kinder- und Jugendpsychiatern sowie mit Sportmedizinern unterzeichnet und bietet eine praxisnahe Handlungsgrundlage.
Für Erwachsene sind mittlerweile qualitätsgesicherte ambulante Konzepte wie MOBILIS und Doc Weight an einzelnen Standorten entstanden, bodymed-Zentren wurden in die Vernetzung aufgenommen. Adipositas-Schwerpunktpraxen sind verstärkt in Entwicklung, hier geben wir auf Wunsch Unterstützung bzgl. Rahmenbedingungen und Suche nach geeigneten Fachkräften.
Bezüglich der stationären Rehabilitationskonzepte ist der Aufbau einer XXL-Station für extrem Adipöse zu nennen, die berufliche Rehabilitation behinderter junger Menschen im Saarland wurde auf Adipositas ausgerichtet. Die Adipositaschirurgie ist im Netzwerk vertreten, wir unterstützen die Selbsthilfegruppen im Saarland z. B. durch Vorträge zu angefragten Themen.

Präventionskonzepte für Menschen mit verminderten Gesundheitschancen wie Menschen mit Migrationshintergrund, sozialer Benachteiligung und Behinderung wurden entwickelt und mit unterschiedlichen Einrichtungen auch praktisch umgesetzt.
Wir haben eine engagierte Ärzteschaft sowie engagierte und interessierte Therapeuten aus den unterschiedlichen Disziplinen. Im Saarland wird die Netzwerkarbeit erleichtert durch kurze Wege und eine offene Kommunikationskultur Unterstützung fanden wir in der Politik durch Einbindung in Projekte, Anfragen sowie Zuwendungen in kleinem Umfang.

Probleme: Ein ehrenamtlich arbeitender Verein hat begrenzte zeitliche und finanzielle Ressourcen, auch fehlt ihm die Legitimierung zu strukturellen Veränderungen. Er kann daher nur Anstöße geben und für die Thematik sensibilisieren.

Wie sieht die Versorgungswirklichkeit aus?

Fast alle stark übergewichtigen Patienten leiden unter Folgeerkrankungen. Diese Patienten können in der Regel nicht ohne Hilfe langfristig abnehmen, gleichzeitig sind die existierenden Hilfsangebote nicht flächendeckend und gleichzeitig noch zu wenig bekannt. Es fehlen Strukturen, die es bei anderen Indikationen wie beispielsweise beim Diabetes gibt.
Die bestehenden Angebote mit leitlinienkonformen Programmen sowie deren Einbindung in ein langfristiges Behandlungskonzept sind im Saarland noch nicht bedarfsdeckend. Gerade die Finanzierung im ambulanten Bereich gestaltet sich aktuell noch schwierig. Keine Kostenstelle alleine verfügt über ausreichend finanzielle Mittel um eine vernünftige Therapie zu gewährleisten.
Weiterhin fehlt es an Trennschärfte zwischen Prävention und Therapie in der öffentlichen Diskussion. Die Forderungen zur umfassenden Verhältnisprävention, so wie sie durch die DAG formuliert wurden, stoßen innerhalb der Gesellschaft auch innerhalb der Kollegenschaft auf Widerstände (Lebensmittelindustrie, Werbeverbot, öffentliche Verkehrsmittel etc.).

Was brauchen wir? Visionen 2020

Wir brauchen einheitliche, finanzierbare Handlungsempfehlungen und eine klare Handlungsstruktur, um in netzwerkartigen Kooperationen die Stufentherapie der Adipositas als chronische Erkrankung zu bewältigen. Es bedarf klar definierter Schnittstellen und bedarfsorientierter, regionalisierter Angebote mit finanzieller Abbildbarkeit der Mischleistung (Ernährung, Sport, Psychotherapie, Medizin).

Dazu bedarf es eines Konsenses zwischen KV( Kassenärztliche Vereinigung) und Leistungsanbietern, sowie struktureller Vorgaben aus der Politik

Wir brauchen gezielte Fortbildungen / Curricula für alle beteiligten Berufsgruppen, wobei der Bereich Motivation und Änderungsbereitschaft des Patienten wichtiger ist als die reine Informationsvermittlung zum Krankheitsbild, sowie vermehrt zielgruppenspezifische Bewegungsangebote.

Gleichzeitig sind das Erkennen und die Therapie behandlungsbedürftiger Essstörungen und psychischer Erkrankungen unverzichtbar.

Dr.med. Angelika Thönnes, 1. Vorsitzende Saarbrücken, den 14.Oktober 2015

Kochbuchvorstellung

Monika Bachmann, Ministerin für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familien, Dr. Angelika Thönnes, Vorsitzende des Adipositas Netzwerks, Reinhold Jost, Minister für Umwelt und Verbraucherschutz, und Christoph Bier, Leiter Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung.

Adipositas Netzwerk SAAR e. V. (Hrsg.) (2015). schmeckt. einfach. gut. Module von einfach bis raffiniert. Für Kochanfänger, Hobby-Köche und die ganze Familie.
ISBN: 978-3-938381-51-9

Ausführlicher Bericht im St. Ingberter Anzeiger: http://www.igb.info/

 

Neues aus der Wissenschaft – Schwerpunkt Zucker

Schwerpunkt Zucker – warum? Prof. Achim Peters hat in seinem Vortrag anlässlich unserer 10-Jahres-Feier auf die Bedeutung des Zuckers für unser Gehirn hingewiesen. Unser Gehirn kann nur mit Glucose arbeiten. Unter Stress verlangt das Gehirn noch mehr Zucker. Das Dilemma des Industriezuckers ist aber, dass Saccharose als Zweifachzucker nur ein Molekül Glucose hat und das andere Molekül aus Fruchtzucker besteht. Und dieser Fruchtzucker stellt das eigentliche Problem dar: Er kann weder vom Gehirn noch von der Muskulatur verarbeitet werden. Er wandert in die Fettdepots, wo er dann zum gesundheitlichen Problem wird.

 Zuckerkalorien sind gefährlich: Zuckerarme Ernährung bei gleicher Kalorienmenge verbessert Stoffwechsel übergewichtiger Kinder

„Weniger süß: Bei deutlich weniger Zucker im Essen verbessert sich die Gesundheit übergewichtiger Kinder schon in nur wenigen Tagen. Diesen Effekt beobachteten US- Mediziner, obwohl die Kinder nach wie vor genauso viele Kalorien zu sich nahmen. Dies zeigt eindrucksvoll, dass nicht nur die Menge der Kalorien wichtig ist, sondern auch ihre Herkunft, betonen die Forscher im Journal “Obesity”. Eltern und Lebensmittelindustrie sollten dies besonders bei Essen für Kinder berücksichtigen, mahnen die Wissenschaftler.“

Mehr dazu: Scinexx

 Zucker und Belohnungszentrum

Glücksgefühl durch Zucker: Das Hormon Insulin beeinflusst offenbar unser Belohnungszentrum. Steigt nach einer zuckerreichen Mahlzeit der Insulinspiegel, so schüttet das Gehirn auch mehr Dopamin aus. Die größere Menge dieses Glückshormons könnte beeinflussen, welches Essen wir bevorzugen.br Insulin beeinflusst die Ausschüttung des “Glückshormons” Dopamin. Dieser Botenstoff stimuliert das Belohnungszentrum im Gehirn. Experimente mit Ratten zeigten, dass dieser spezielle Effekt des Insulins unterschiedlich stark sein kann und vom Ernährungsverhalten abhängt. Demnach reagierten Tiere, die kalorienarm ernährt wurden, viel empfindlicher auf einen Anstieg des Botenstoffs: Im Vergleich zu Ratten mit einer normalen Ernährung brauchte es bei den auf schmale Kost gesetzten Tieren nur ein Zehntel des Insulinanstiegs, um die Dopamin-Ausschüttung im Gehirn anzukurbeln. Im Gegensatz dazu reagierten Ratten mit extrem kalorienreicher Nahrung überhaupt nicht mehr in dieser Weise auf das Insulin.

Mehr dazu: Scinexx

 Ist Esslust eine Sucht? – Gehirn Übergewichtiger reagiert auf Essensreize ähnlich wie das von Süchtigen

„Warum fällt es vielen Übergewichtigen so schwer, weniger zu essen? Eine mögliche Antwort liefert nun ein Blick ins Gehirn. Denn bei Übergewichtigen reagiert das Belohnungszentrum stärker auf Essensreize als bei Normalgewichtigen, wie Forscher herausfanden. Ihrer Meinung nach spricht dies dafür, dass das Essen bei Menschen mit Übergewicht durchaus suchthafte Züge aufweist. Gleichzeitig aber könnte die typische Hirnsignatur genutzt werden, um den Betroffenen gezieltere Hilfe anzubieten.“

Mehr dazu: Scinexx

 Fitness-Lebensmittel verführen zum Mehressen

Immer mehr Lebensmittel werden heute auf mit dem Label “Fitness” vermarktet. Das soll suggerieren, dass diese Produkte besonders gesund sind, für sportliche Menschen bestens geeignet und im Idealfall auch schlank und fit machen. Doch genau das Gegenteil ist offenbar der Fall, wie ein Experiment nun belegt. Denn gerade abnehmwillige Menschen essen unwillkürlich mehr von diesen Produkten und bewegen sich hinterher weniger.

Mehr dazu: Bild der Wissenschaft

 Vorsicht Fruchtzucker

„Frucht”-Zucker – das klingt gesund, und tatsächlich ist diese Zuckerform auch natürlicherweise in vielen Obstsorten enthalten. Doch in den letzten Jahren mehren sich Studien, die der Süße in der Form von Industriezucker ein bedenkliches Zeugnis ausstellen: Fruktose soll weniger satt machen als Glucose und damit Übergewicht begünstigen. Eine aktuelle Studie reiht sich darin nun ein: Fruchtzucker lockt weniger Sättigungshormone im Körper hervor und auch das Belohnungssystem im Gehirn wird geringer aktiviert als durch Glukose.

Mehr dazu: Bild der Wissenschaft

 Naschformel: Was uns offensichtlich zum Naschen oder zum Knabbern verführt

“Hedonische Hyperphagie” – so nennen es Wissenschaftler, wenn man beim Essen von Kartoffelchips oder Schokolade nicht mehr aufhören kann. Doch welche Lebensmittel führen zum Kontrollverlust beim Knabbern? Auf der Suche nach der ultimativen Naschformel sind Lebensmittelchemiker einen wichtigen Schritt vorangekommen.

Mehr hierzu: Deutschlandfunk

 Sechs Teelöffel Zucker am Tag – mehr ist gesundheitsschädlich

Bislang hatte die Weltgesundheitsorganisation einen Grenzwert von zehn Prozent Zuckerzusatz als akzeptabel erachtet. Nach einjährigen Diskussionen hat die WHO nun den Grenzwert halbiert. Demnach sollte ein Erwachsener pro Tag nicht mehr als 25 Gramm Zucker zu sich nehmen – das entspricht sechs Teelöffeln. Das ist nicht viel, wenn man bedenkt, dass allein in einer Dose Limonade durchschnittlich zehn Teelöffel Zucker enthalten sind.

Mehr dazu: Deutschlandfunk

 Gehirn übergewichtiger Kinder reagiert stärker auf Zucker

Das Gehirn übergewichtiger Kinder reagiert stärker auf Zucker als das Gehirn von Kindern mit normalem Körpergewicht. Das zeigt eine Studie von Forschern aus Kalifornien im “International Journal of Obesity”. Die Forscher gaben Kindern im Alter zwischen acht und zwölf Jahren einen Teelöffel Zuckerwasser zu trinken. Während die Kinder das süße Wasser im Mund behielten, beobachteten die Wissenschaftler mit Hilfe eines Hirnscanners, welche Regionen im Gehirn aktiv waren.

Mehr dazu: Deutschlandfunk

Filmtipp

VOLL VERZUCKERT – THAT SUGAR FILM begleitet die Reise eines Mannes, der die bittere Wahrheit über Zucker aufdeckt.

Zucker ist in aller Munde. Es ist weltweit das am weitesten verbreitete Nahrungsmittel. Doch welchen Effekt hat Zucker auf uns? Was passiert, wenn die Ernährung vor allem aus zuckerhaltigen Lebensmitteln besteht? Diese Fragen stellte sich der australische Schauspieler und Filmemacher Damon Gameau und wagte den Selbstversuch. Nicht etwa Limonade, Eiscreme oder Schokolade stehen hier im Mittelpunkt, sondern Lebensmittel, die als „gesund“ verkauft werden: ob fettarmer Joghurt, Müsli, Fruchtriegel, Säfte oder Smoothies. 60 Tage lang 40 Teelöffel Zucker täglich aus ebensolchem „Wellness-Food“ zugeführt – so sah Gameaus Diät unter Aufsicht von Wissenschaftlern und Ernährungsberatern aus. Während seines Experiments reiste Damon

Gameau zudem durch die süße, weite Welt des Zuckers und schaute der Lebensmittelindustrie auf die Finger, besuchte Fachleute, Ärzte, Wissenschaftler und nicht zuletzt Zucker- Geschädigte.

Siehe auch: http://www.spiegel.de/

Termine

Mitgliederversammlung

Mitgliederversammlung voraussichtlich am 3. Februar im Stadtcafe in Homburg.

53. Wissenschaftlicher Kongress der Deutschen Gesellschaft für Ernährung

„Der Mensch ist, was er isst.“

Ernährung als integratives Forschungsgebiet der Natur- und Sozialwissenschaften 2. – 4. März 2016 in Fulda

Weitere Informationen: https://www.dge.de/va/kongresse/

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